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LB Kuntz

Jahresabschluß

Hilfsmittel
unprogrammierbarer Taschenrechner

Aufgabe 1

Beurteilen Sie die folgenden Behauptungen mit "richtig" oder "falsch"

Frage 1
Die Betriebsbuchhaltung wird als das externe Rechnungswesen bezeichnet und erfüllt die Funktionen, Dokumentation, Ermittlung von Vermögen und Kapital, Ermittlung von Gewinn und Verlust, sowie Rechenschaftslegung gegenüber bestimmten Adressatenkreisen.

Lösung
falsch

Frage 2
Die betrieblichen Geschäftsfälle sind Strömungsgrößen, die immer eine Veränderung von Bestandsgrößen nach sich ziehen.

Lösung
richtig

Frage 3
Die Begleichung einer Lieferantenrechnung ist eine Auszahlung, aber keine Ausgabe.

Lösung
richtig

Frage 4
Die Lohn- und Gehaltszahlung am Monatsende ist eine Auszahlung, eine Ausgabe und ein Aufwand.

Lösung
richtig

Frage 5
Auszahlung und Ausgabe unterscheiden sich immer dann, wenn die Verringerung der Sachwerte zeitlich auseinanderfällt mit der Verringerung des Geldvermögens.

Lösung
falsch

Frage 6
Der Verkauf von fertigen Erzeugnissen auf Ziel ist gleichzeitig eine Einzahlung und ein Ertrag.

Lösung

Frage 7
Die Generalnorm des § 264 HGB verlangt von allen Unternehmen die buchführungspflichtig sind, daß der Jahresabschluß unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln hat.

Lösung

Frage 8
Eine zum amtlichen Handeln zugelassene Kapitalgesellschaft weist in 01 und 02 folgende Zahlen aus:
                 01          02
Umsatz        38,48 Mio   43,51 Mio
Bilanzsumme   28,24 Mio   21,24 Mio
Arbeitnehmer    248          249
Die Gesellschaft unterliegt den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
Lösung

richtig (große Kapitalgesellschaften)

Frage 9
Eine Gesellschaft, die zu mehr als 30 % an einer Kapitalgesellschaft beteiligt ist, muß diese Anteile stets als Beteiligung ausweisen.

Lösung
richtig (Beteiligung)

Frage 10
Der Grundsatz der sachlichen Abgrenzung verlangt, daß alle Aufwendungen und Erträge in der Periode auszuweisen sind, in der sie angefallen sind. Für die Zurechnung spielt der Zeitpunkt der Verkaufs der Erzeugnisse keine Rolle.

Lösung
falsch (sachliche Abgrenzung)

Frage 11
Das Imparitätsprinzip verlangt, daß alle einzelgeschäftlichen Verluste, die durch den Verkauf der Erzeugnisse entstanden sind, aber noch nicht realisiert sind, bereits in der Periode berücksichtigt werden müssen, in der die Verluste mit ausreichender Sicherheit bekannt werden.

Lösung
richtig (Imparitätsprinzip)

Frage 12
Nach dem Grundsatz der Maßgeblichkeit ist das Betriebsvermögen so anzusetzen, wie es sich aus den handelsrechtlichen Vorschriften ergibt.

Lösung
richtig (Maßgeblichkeit)

Frage 13
Stimmen die Werte aus der Finanzbuchhaltung nicht mit den Werten aus der Inventur überein, müssen die Inventurwerte angepaßt werden.

Lösung
falsch (Inventur)

Frage 14
Der Geschäfts- oder Firmenwert stellt handelsrechtlich einen Vermögensgegenstand dar, für den ein Aktivierungswahlrecht besteht.

Lösung
falsch (Geschäftswert)

Frage 15
Die unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Vermögensgegenstände dürfen erst aktiviert werden, wenn die Zahlung bereits erfolgt ist.

Lösung
falsch (wirtschaftliches Eigentum)

Frage 16
Für die nicht entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens besteht ein Aktivierungsverbot.

Lösung
richtig (immaterielle Vermögensgegenstände)

Frage 17
Bei der Ermittlung der Herstellungskosten gilt handelsrechtlich die folgende Wertuntergrenze:

Materialeinzelkosten
+ Fertigungseinzelkosten
+ Sondereinzelkosten der Fertigung
+ Werteverzehr des Analgevermögens

Lösung
falsch (Herstellungskosten)

Frage 18
Planmäßige Abschreibungen sind bei allen Gegenständen des Anlagevermögens vorzunehmen

Lösung
falsch (planmäßige Abschreibung)

Frage 19
Geringwertige Wirtschaftsgüter dürfen im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben werden

Lösung
richtig (Sofortabschreibung)

Frage 20
Vermögensgegenstände, die während des Jahres angeschafft wurden, dürfen aus Vereinfachungsgründen mit dem vollen Jahresbetrag abgeschrieben werden.

Lösung
falsch (planmäßige Abschreibung)

Frage 21
Für Gegenstände des Anlagevermögens gilt das gemilderte Niederstwertprinzip, d.h. Wertminderungen müssen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie voraussichtlich von Dauer sind.

Lösung
richtig (gemildertes Niederstwertprinzip)


Frage 22
Durch das Wertaufholungsgebot werden die Kapitalgesellschaften gezwungen, eine Zuschreibung vorzunehmen, falls Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind.

Lösung
richtig (Wertaufholungsgebot)

Frage 23
Durch eine verlustfreie Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens soll sichergestellt werden, daß in der Bilanz kein höherer Preis angesetzt wird als der am Absatzmarkt zu erwartene Preis abzüglich noch aller bis zum Absatz anfallenden Aufwendungen.

Lösung
richtig (verlustfreie Bewertung)

Frage 24
Gesellschaften aller Rechtsformen müssen das Eigenkapital entsprechend der Vorschrift des § 266 Abs. 3 HGB gliedern

Lösung
falsch (Gliederung der Bilanz)

Frage 25
Die Gewinnrücklagen stellen die stillen Reserven des Unternehmens dar

Lösung
falsch (stille Rücklagen)

Frage 26
Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag zu passivieren. Ist der Rückzahlungsbetrag höher als der Ausgabebetrag, kann in Höhe des Unterschiedsbetrag ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten aktiviert werden.

Lösung
richtig (Bewertung des Disagios)

Frage 27
Rückstellungen müssen immer dann gebildet, wenn mit zukünftigen Belastungen zu rechnen ist, die aber dem Grunde oder der Höhe nach noch ungewiß sind. Selbst relativ ungewisse Verpflichtungen sind nach dem Vorsichtsprinzip als Rückstellung zu passivieren.

Lösung
falsch (Bewertung von Rückstellungen)

Frage 28
Für aktive latente Steuern besteht ein Aktivierungsgebot, für passive latente Steuern ein Passivierungswahlrecht.

Lösung
falsch (Bilanzierung der latenten Steuern)

Frage 29
Beim Umsatzkostenverfahren werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nur diejenigen Aufwendungen erfaßt, welche für die verkauften Produkte angefallen sind.
Lösung
richtig (Umsatzkostenverfahren)

Frage 30
Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses bilden Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anhang eine Einheit
Lösung
richtig (Aufbau des Jahresabschlusses)

Aufgabe 2

In der Hamburger Kaffee-Import AG sind am Jahresabschluß noch folgende Bewertungsprobleme zu lösen:

Frage 1
Für den Kaffee "Guatemelco" ergaben sich im laufenden Jahr folgende Lagerbewegungen:
Einkauf 1   3 000 t zu je 3 800,-- EUR
Einkauf 2   4 000 t zu je 3 705,-- EUR
Einkauf 3   1 600 t zu je 3 752,50 EUR
Einkauf 4   6 400 t zu je 3 847,50 EUR
Einkauf 5   3 600 t zu je 3 895,-- EUR

Anfangsbestand     0 t
Schlußbestand  1 200 t
Mit welchem Betrag ist der Schlußbestand in der Bilanz anzusetzen, wenn die Bewertung nach der

a) Lifo-Methode
b) Fifo-Methode
c) Methode des gewogenen Durchschnitts

erfolgen soll und der Marktpreis am Bilanzstichtag 3 800,- EUR beträgt. Errechnen Sie die jeweiligen Werte rechnerisch.

Welches Verbrauchsfolgeverfahren führt bei steigenden Preisen zu dem niedrigsten Gewinn? (kurze Begründung)

Lösung
a) 3 800,- EUR
b) 3 895,- EUR
c) (3000*3800,00 + 4000*3705,00 + 1600*3752,50
    + 6400*3847,50 + 3600*3895,00)/ 18600
   = 3810,22
Bei allen drei Verfahren ist Marktpreis der niedrigste ist (strenges Niederstwertprinzip), daher ist der Betrag von 4 560 000 (1200 * 3800,- EUR) anzusetzen.

Die Lifo-Methode führt bei steigenden Preisen zu niedrigsten Gewinn, da der Schlußbestand mit den Preisen zu Beginn der Periode bewertet wird. Dadurch sinkt der Wert des Umlaufvermögens, was zu einem höheren Aufwand und damit geringeren Gewinn führt

Frage 2
Vor zwei Jahren hatte die Hamburger Kaffee-Import AG ein Grundstück für EUR 1 000 000,- EUR gekauft, das zur Betriebserweiterung dienen sollte.

a) Wie ist das Grundstück zu bewerten, wenn der Wert des Grundstücks vorübergehend auf EUR 800 000,- gesunken ist? (Begründung)

b) Wie ist das Grundstück zu bewerten, wenn der Wert des Grundstücks wegen eines geänderten Flächenutzungsgrades auf EUR 250 000,- absinkt? (Begründung)

c) Im nächsten Jahr klagt die AG gegen den geänderten Flächennutzungsplan. Der Wert des Grundstücks steigt wieder an auf EUR 950 000,-. Begründen Sie Ihre Bewertungsentscheidung!

Lösung
a) Da es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt, darf § 253 Abs. 2 Satz 3 bei voraussichtlich nicht dauernde Wertminderungen nur auf Finanzanlagen angewandt werden ( § 279 Abs. 1 HGB). Die Bewertung des Grundstücks bleibt somit bei EUR 1 000 000,- EUR

b) Hierbei handelt sich um eine dauernde Wertminderungen, somit ist eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Abs. 2 Satz 3 vorzunehmen: Bewertung mit 250 000,- EUR

c) Generell gilt das Wertaufholungsgebot (§ 280 HGB), d.h. es muß bei Wegfall des Grundes der Betrag der außerplanmäßige Abschreibung unter Berücksichtigung der inzwischen fällig gewordenen plamäßigen Abschreibungen wieder zuzugeschrieben werden.

Gemäß des Absatzes 2 desselben Paragraphen kann davon jedoch abgesehen werden, wenn der niedrigere Wertansatz bei der steuerlichen Gewinnermittlung beibehalten werden kann und weiterhin in der Bilanz beibehalten wird. Dies ist jedoch im Anhang anzugeben und zu begründen.

Ich würde mich für die Beihaltung entscheiden, um steuerliche Nachteile für das Folgegeschäftsjahr zu vermeiden

Frage 3
Die Hamburger Kaffe-Import AG hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahrs eine neue Verpackungsmaschine gekauft. Im Zusammenhang mit der Investition sind folgende Rechnungen beglichen worden:
Anschaffungspreis für die Anlage  500 000,- + 15 % USt
Fundamentierungsarbeiten           10 000,- + 15 % USt
Transport der Anlage                4 000,- + 15 % USt
Montagearbeiten                     2 000,- + 15 % USt
Es wird mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 8 Jahren und einem Schrotterlös von 36 000,- EUR gerechnet.

a) Ermitteln Sie die Anschaffungskosten!
b) Ermitteln Sie die fortgeführten Anschaffungskosten des Anschaffungsjahrs, wenn
linear 
geometrisch-degressiv 
abgeschrieben wird!

Lösung
a) Anschaffungskosten: 516 000,- EUR

b) Abschreibung, linear 516 000 EUR/8 = 60 000 EUR
Abschreibung, degressiv: 1-(36000/5186000)^(1/8)=28,3 %
linear                 degressiv
Buchwert Abschreibung Buchwert Abschreibung
 516000      60000     516000     146081
 456000      60000     369918     104725
 396000      60000     265193      75077
 336000      60000     190116      53822
 276000      60000     136293      38585
 216000      60000      97708      27661
 156000      60000      70046      19830
  96000      60000      50216      14216
  36000                 36000	


Frage 4
Der Einkauf über 3 600 t "Guatemelco" erfolgte am 5.10. des Jahres zum Einkaufspreis von $ 2 360,606 pro t. Das Zahlungsziel beträgt 3 Monate.
$-Kurs am  5.10. 1,65 EUR
$-Kurs am 31.12. 1,60 EUR
Wie sind die Verbindlichkeiten am 31.12. zu bewerten? (Begründung)

Lösung
nach dem Höchstwertprinzip: 3 600 * 2 360,606 * 1,65 EUR = 14 022 000,- EUR

Frage 5
Die Hamburger Kaffee-Import AG hat einen Abnahmevertrag über 500 000 Pfund Kaffee mit einer Supermarktkette abgeschlossen. Um dem starken Konkurrenzdruck standhalten zu können wurde ein Verkaufspreis von EUR 4,50 festgesetzt. Die Auslieferung soll Ende Januar des Folgejahrs erfolgen. Aus der Kostenrechnung der Hamburger Kaffee-Import AG ergeben sich Selbstkosten in Höhe von EUR 5,20 je Pfund.

a) Wie ist dieser Vorgang in der Bilanz zu berücksichtigen?
b) Wie wäre die Situation zu beurteilen, wenn sich Selbstkosten von EUR 4,- ergeben würden?

Lösung
a) wegen des Imparitätsprinzips muß eine Rückstellung für den zu erwartenden Verlust in Höhe von 0,70 EUR * 500 000 = 350 000 EUR gebildet werden.

b) wegen des Realisationprinzip wird der zu erwartende Gewinn erst beim Gefahrenübergang gebucht und somit in dieser Bilanz noch nicht berücksichtigt

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