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Jahresabschluß

Grundlagen

Aufgabe 1 (nach: Coenenberg)
Welchen Rechnungsjahren sind die folgenden Wertänderungen im Betriebsvermögen einer Industrie-AG als Aufwand oder Ertrag zuzurechnen, deren Geschäftsjahr gleich dem Kalenderjahr ist? Nennen Sie auch den jeweils entscheidenen Abgrenzungsgrundsatz.
  1. Zinserträge für den Zeitraum Mai 02 bis April 03
  2. Fertigungslöhne für Produkte, die in 02 hergestellt und in 03 verkauft wurden
  3. Vorauszahlungen von Miete für Fabrikgebäude für den Zeitraum Juli 02 bis Juni 03
  4. Schadenersatzforderung eines Kunden wegen mangelhafter Lieferung im Jahre 02, die von der bilanzierenden Industrie-AG abgelehnt wird. Der Prozeß ist im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung (31.12.02) noch nicht entschieden, er wird aber voraussichtlich verlorengehen
  5. Eingang eines fälligen Forderungsbetrags im März 02 für eine Lieferung aus dem Vorjahr
  6. Ankauf einer Maschine im Januar 02, deren Nutzungszeit fünf Jahre beträgt
  7. in 02 erhaltene Anzahlung auf eine Lieferung im Jahre 03
  8. ein in 02 für 04 von einem Kunden bestelltes Produkt, dessen vertraglicher Verkaufspreis EUR 100 000,- beträgt, hat in 02 bereits Fertigungskosten in Höhe von EUR 75 000,- verursacht. Bis zur Fertigstellung wird mit weiteren Kosten in Höhe von EUR 50 000,- gerechnet.
Lösung
  1. Erträge in 02 zu 2/3 und in 03 zu 1/3, zeitliche Abgrenzung
  2. Aufwand in 03, sachliche Abgrenzung, sachliche Abgrenzung
  3. Aufwand in 02 zu 1/2 und in 03 zu 1/2, zeitliche Abgrenzung
  4. Aufwand in 02, Imparitätsprinzip
  5. Erfolgsneutral, da bereits in 01 dem Ertrag zugerechnet, Realisationsprinzip
  6. Aufwand auf 02 bis 06 verteilen (degressive oder lineare Abschreibung), zeitliche Abgrenzung; bei anschließender Zurechnung auf Produkte auch sachliche Abgrenzung
  7. Ertrag im Jahre 03, Realisationsprinzip
  8. Aufwand von EUR 25 000,- in 02, Imparitätsprinzip

Bilanzierung und Bewertung

Aufgabe 2 (nach: Coenenberg)
Die Klimatechnik AG kaufte einen Computer. Für die Auswahl des Modells hatte die Beschaffungsabteilung zwei Monate gebraucht. Außerdem wurde im Computerraum eine Klimaanlage aus der eigenen Produktion installiert. Dabei entstanden folgende Kosten:
  1. DM 92 000,- Preis des Computers (incl. 15 % MwSt)
  2. DM 3 450,- Installationskosten (incl. 15 % MwSt)
  3. DM 4 995,- anteilige Kosten der Beschaffungsabteilung
  4. DM 575,- Frachtkosten (incl. 15 % MwSt)
  5. DM 700,- Herstellungskosten der Klimaanlage
  6. DM 50,- Montagekosten der Klimaanlage
Mit welchem Betrag ist der Computer in der Bilanz anzusetzen, und welche der aufgeführten Kosten müssen sofort als Aufwand behandelt werden?

Lösung
Die Installations- und Frachtkosten gehören zu den Anschaffungskosten des Computer, da sie als Anschaffungsnebenkosten einzeln netto zugerechnet werden können (Aktivierung in Höhe von EUR 83 000,-). Die anteiligen Kosten der Beschaffungsabteilung können nicht einzeln zugerechnet werden und müssen deshalb als Aufwand verbucht werden.

Aufgabe 3 (Quelle: Kuntz)
Die Fertigerzeugnisse auf Lager sind zum Jahresende mit ihren Selbstkosten zu je EUR 224,- bewertet worden. Der Bestand beläuft sich auf 500 Stück.

Für die bilanzielle Bewertung liegen folgende Daten vor:
  • der Bestand von 500 Stück resultiert aus der Dezemberproduktion
  • die Normalkapazität liegt bei 1 200 Stück je Monat; der Beschäftigungsgrad lag im Dezember bei 70 %
  • aus der Kostenrechnung Dezember liegen folgende Informationen vor:
Fertigungsmaterial        33 600,- EUR
Fertigungslöhne           25 200,- EUR
Materialgemeinkosten      10 %, davon 50 % fix
Fertigungsgemeinkosten   180 %, davon 60 % fix
Ermitteln Sie den niedrigstmöglichen Wertansatz des Schlußbestands nach Steuerrecht. Welche Ergebnisänderung ergibt sich aus der ursprünglich falschen Bewertung?

Lösung
Bewertung der Gemeinkosten:

fixe Gemeinkosten:

Material: 33 600 EUR * 10 % * 50 % = 1 680 EUR
Fertigung: 25 200 EUR * 180 % * 60 % = 27 216 EUR
= 28 896 EUR
bezogen auf Normalkapazität von 1 200 Stück pro Monat: 24,08 EUR

variable Gemeinkosten:
Material: 33 600 EUR * 10 % * 50 % = 1 680 EUR
Fertigung: 25 200 EUR * 180 % * 40 % = 18144 EUR
= 19824 EUR
bezogen auf Ist-Ausnutzung der Kapazität von 840 Stück: 23,60 EUR

Einzelkosten:
(33 600+ 25 200)/840 = 70,- EUR

ergibt: Herstellungskosten nach Steuerrecht (unterer Wertansatz) von 117,68 EUR. Die Differenz beträgt somit (224 - 117,68) * 500 = 53160 EUR.

Bilanzierung des Anlagevermögens

Bilanzierungsfähigkeit und -pflicht
Bestimmung der Nutzungsdauer
Geringwertige Wirtschaftsgüter
Abschreibung
Zuschreibungen
Anlagespiegel

Bilanzierung des Umlaufvermögens

Bewertung von Rohstoffen
Bewertung unfertigen Erzeugnissen
Bewertung von Forderungen
Währungsforderungen

Bilanzierung des Eigen- und Fremdkapitals

Gründung einer Aktiengesellschaft (Bewertung von Rücklagen)
Verwendung des Jahresüberschlusses (Rücklagen, Ausschüttung)
Bilanzierung und Bewertung von Verbindlichkeiten
Währungsverbindlichkeiten
Bewertung von Rückstellungen
Rechnungsabgrenzungsposten

Gewinn- und Verlustrechnung

Gesamtkostenverfahren
Gesamtkosten- /Umsatzkostenverfahren

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